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Tipps zu Umbauten

Hier finden Sie in Zukunft einige Tipps und Umbauhinweise um Ihren Zweizylinder etwas Offroad- tauglicher zu machen.


Witzel BMW mit Schwinge der R 1100 GS und Titan Auspuff- Anlage
Solch radikale Umbauten wie die FriWi (Fritz Witzel) BMW sind von der Offroad- Tauglichkeit nicht mehr mit einer Serien BMW vergleichbar. Aber es muss gar nicht immer solch ein aufwendiger Umbau sein. 

Ein paar härtere Gabelfedern, eine Lenkererhöhung, tiefere Fußrasten und ein paar grobe Reifen und schon fühlt man sich sichtlich wohler im Gelände. 

Der Motor ist übrigens sowohl bei der Witzel BMW als auch bei dem Gletter Umbau nicht wesentlich verändert. 60 PS reichen Offroad in den meisten Fällen völlig aus. Sogar der Ölkühler wurde demontiert. Er setzt sich sehr schnell zu und die Geschwindigkeiten (Luftstrom durch den Ölkühler) beim Enduro- fahren sind nicht so hoch, dass er wirklich was bringt. ! Diese Motorräder werden so gut wie nicht mehr auf der Straße bewegt - dort macht ein Ölkühler sehr wohl Sinn.


Gletter Umbau mit Schwinge der R 1150 GS und Edelstahl Heck
Anbei möchte ich ein paar Änderungen zeigen und erleutern, welche ich fürs Offroad Fahren ganz sinnvoll finde.

Rahmenheck: Um Gewicht zu sparen habe ich mir ein leichtes Rahmenheck von der Fa. Gletter (www.Gletter.de) montiert. Folgende Gründe waren ausschlaggebend:
1. Das Heck ist aus Edelstahl - nie wieder abgeplatzte Farbe, nie wieder Rost. Ich habe das Heck jetzt seit etwa 10 Jahren montiert und - nichts. Es ist eine Anschaffung für's Leben.
2. Ich wollte einen Griff am Rahmenheck, mit dem ich die Karre auch einmal aus dem Dreck ziehen kann. Nix wo ich im Schlamm unter einen total verdreckten Kotflügel greifen muss und nachher mit meinen verschlammten Handschuhen keinen Halt mehr am Lenker finde.
3. Ich wollte die Möglichkeit haben für Rallyes eine kleine Werkzeugtasche zu montieren.
4. Sitz ohne Werkzeug abnehmbar.

Umbau von Philippe Blanc-Tailleur

R80 G/S Bj.1981

Plastiks von YAMAHA TT 600 Belgarda

FOURNALES Luftfederbein Infos unter: www.fournales.fr

Husqvarna Gabel 42mm

 

Lenker: Um im stehen besser fahren zu können wurden Lenkererhöhungen montiert. Diese Böcke haben eine Höhe von 35mm. Da der serienmäßige Stahllenker sich sehr leicht kalt verformen lässt wurde ein Alu- Lenker von der Fa. Renthal  montiert. Dieser Lenker ist etwas breiter aber nicht ganz so hoch wie das Serien- Teil. Welcher Lenker einem am besten liegt sollte jeder selber ausprobieren. 

Die Armaturen (Brems und Kupplungseinheit sollte man übrigens nie ganz fest anziehen, so das sie sich im falle eines Sturzes leicht verdrehen können. Am besten bringt man vor der Montage der Armaturen noch eine Lage Teflonband oder Isolierband im Bereich der Klemmung für die Armaturen an. Damit können die Hebel leichter nach oben wegdrehen, und brechen nicht so schnell ab.   

Der bei der BMW serienmäßig nach unten gelegte Bremshebel neigt bei Spurrinnen und Felskontakt leicht dazu sich zu verbiegen oder gar abzubrechen. Steckt man außerdem einmal in einer Spurrinne fest, ist es fast nicht möglich, dass Motorrad nach hinten herauszuziehen, da der hängen bleibende Hebel bei jedem Zug das Rad bremst.

HPN und Gletter haben solche Höherlegungen in Ihrem Angebot. Ich habe mich für die Gletter Lösung entschieden, das bei der HPN Lösung das Bremsseil zu stark geknickt wird und auch zu schnell am Boden streift. 

Der Choke Hebel hat mich immer durch schwergängigkeit genervt. Je einfacher eine Technik und je robuster, desto lieber ist es mir. Diese Lösung gibt es fertig bei Gletter oder selber mit einer alten Fahrrad- Speiche bauen.
Tiefe Fußrasten: Meine ersten tiefer gelegten Fußrasten habe ich selber gebaut, sogar mit TÜV (stolz :-)). Solange es nicht schlammig wird wirklich eine feine Sache. Etwas sollte man noch beachten: Man streift in steinigem Gelände öfters einmal mit den tiefen Rasten am Fels. Es sind ja nur ein paar Zentimeter, aber es ist mir echt aufgefallen. Die Serien Rasten haben da deutlich mehr Luft.

Der Schalthebel wurde ebenfalls an die Tiefen Fußrasten angepasst (Siehe auch weiter unten).

Verlängerter Motorschutz: Die Verlängerung des Motorschutzes auf dem Hauptständer habe ich wieder entfernt. Für Urlaubs- Enduristen ist es sicher eine sinnvolle Sache aber bei Rennen und vor allem im Schlamm, sammelt sich so viel Dreck auf der Platte, dass sie durch das Gewicht ständig nach unten schlägt. Ich mag mir gar nicht ausmalen, wenn sich durch das gekippe mal eine Feder aushängt und der Hauptständer nach einem Sprung meint, er müsste der erste sein, der den Boden berührt.

Geänderter Schalthebel: 
Verstärkte Fußrastenaufnahme: 
Geänderte Fußraste: 
Rahmen:
Sitzbank:
Schnellverschluß Sitzbank:
Schnellverschluß Sitzbank: